Donnerstag, 20. Januar 2011

Missbrauch in Heim?

9. August 2010
Anonyme mail mit schweren Vorwürfen

Auf dem Schreibtisch von Kommissar Internet ist diese mail gelandet: "Bitte überprüfen Sie das ...-Kinderdorf in D. am A...see. Das hat es bitter nötig. Kinder werden geschlagen, religiös bekehrt, mißhandelt, psychisch eingeschüchtert und auch sexuell mißbraucht. Natürlich würden die das nie zugeben, ich weiß es aus sicherer Quelle und ich muss anonym aus bestimmten Gründen bleiben. würde Ihnen auch gern die Person nennen die Kinder sexuell mißbraucht, aber dann würden die wissen, wer dies gemeldet hat und das wäre fatal für mich und die sichere Quelle sowie noch eine andere Person."

Das sind schwere Vorwürfe, denen nachgegangen werden muss. Kommissar Internet hat deswegen das Landeskriminalamt von Bayern eingeschaltet. Die Einrichtung wurde um eine Stellungnahme gebeten.

16. August 2010
Keine Stellungnahme

Die Einrichtung antwortet nicht, bestätigt nicht einmal den Eingang meiner mail.

26. Oktober 2010
Kommissar Internet bei der Polizei in Wilhelmshaven

Wenn sie ein Protokoll aufnehme, glühe sie immer, weil "man sich ja anstrengt". Mit diesen Worten hat sich eine Wilhelmshavener Polizeikommissarin von Kommissar Internet nach einer einstündigen Vernehmung verabschiedet. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren gegen das Heim am A...see ein wegen des Verdachts "sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen". Das Aktenzeichen lautet BY 1280-004344-10/7.

Nach der Vernehmung vereinbarten die Polizeikommissarin und Kommissar Internet einen weiteren Termin für Freitag, den 29. Oktober, 11 Uhr.

27. Oktober 2010
Keine Reaktion

Kommissar Internet hat am 9. August 2010 noch nicht gewusst, wer ihm die mail schickte. Inzwischen weiß er das. Er informierte die Absenderin über die Vernehmung und den neuen Termin bei der Polizei in Wilhelmshaven. Dann wird er den Namen zu Protokoll geben. Und den Namen einer weiteren Informantin auch. Die mail-Absenderin hat bislang auf die neue Situation nicht reagiert. Handelt es sich hier um eine strafbare falsche Anschuldigung?

1. Januar 2011
Merkwürdiger Verein

Wieder ist ein Jahr vergangen - in dem es Kommissar Internet mit einem merkwürdigen Verein zu tun bekam. Der nennt sich Europäische Vereinigung für Kinderrechte und ist am 10. Juli 2010 ins Vereinsregister eingetragen worden. Eines der Vorstandsmitglieder ist inzwischen in Ungnade gefallen, als Vizepräsident gibt sich nun jemand aus, der laut Registereintragung gar nicht zum Vorstand gehört...

Über Kommissar Internet wird derweil so mancher Unsinn erzählt. Mit seiner Strafanzeige auf Basis einer anonymen mail habe er das Zuhause von 300 Heimkindern gefährdet. So soll vom Thema abgelenkt werden?

Beim zweiten Kripo-Termin hat Kommissar Internet Zeugen benannt. Dazu gehört jenes Vorstandsmitglied, das inzwischen in der Europäischen Vereinigung für Kinderrechte nicht mehr gern gesehen ist. Aus welchen Gründen auch immer.

Dieses Vorstandsmitglied hatte Kommissar Internet vor dem zweiten Kripo-Termin per mail mitgeteilt, dass es Beweise für die Vorwürfe gegen das Heim gebe. Diese mail  befindet sich jetzt in der Akte.

Kommissar Internet hat bei der Kripo übrigens gar keinen Verdacht geäußert.  Er gab nur Informationen weiter, weil das seine Pflicht ist. Offenbar handelt es sich auf der anderen Seite um einen leichtfertigen Umgang mit Behauptungen. Mehr wird die Staatsanwaltschaft in Erfahrung bringen - dass nun jenes Vorstandsmitglied versucht, die Schuld bei anderen zu suchen, ändert nichts. Ist nur ein Ablenkungsmanöver, mit dem sich Staatsanwälte nicht beschäftigen. Die kümmern sich - wenn sie ihre Arbeit ordentlich machen - um Fakten.

20. Januar 2011
Ermittlungsverfahren eingestellt

Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren eingestellt (Az. 209 UJs 200104/11). Begründung: Ein Täter konnte nicht ermittelt werden, Zeugen oder objektive Beweismittel gibt es nicht.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Diese Fälle stimmen mich nachdenklich - und warum gibt es meistens keine Antworten wie bei dem Selbstmord und bei den Vorwürfen gegen ein SOS-Kinderdorf? Ich habe die Broschüre gelesen - erschreckend.

Anonym hat gesagt…

Gegen Gebühr ab 4,50 Euro kann sich jeder diesen Auszug aus dem Handelsregister holen:

http://www.misterinfo.com/publish/recht-und-gesetz/die-eintragungen-im-handelsregister-sind-oeffentlich-zugaenglich

Bei unrichtigen bzw. falschen Angaben prüft dies sogar die Staatsanwaltschaft!

Also warum den EAFCHR e.V. nicht mal überprüfen!

Anonym hat gesagt…

EAFCHR e.V. ein merkwürdiger Verein ?!

Im Internet gegoogelt lässt einiges erfahren:
http://www.youtube.com/user/catweazle36
Lea sing Ihren Raten etwas vor, Sinterklaas zerstört Fahrrad,
merkwürdige Uploads einer Mutter.

Von wegen Ausbildung in Rijksuniversiteit Groningen
vielmehr lebte man in Biddinghuizen (Flevoland) und arbeitet im www.walibiworld.nl
wie davor im Moviewold Bottrop.

Ist dieser "Verein" ein Mittel zum Zweck, Gelder zu vereinnahmen und eigene Unzulänglichkeiten auf Behördenwillkür abzuwälzen.
Die Site http://www.facebook.com/group.php?gid=119287181438915&v=wall&ref=ts

ist zumindesten nicht mehr "öffentlich" zugängig!




http://nl.netlog.com/Catweazletje

Heinz-Peter Tjaden hat gesagt…

Die Facebook-Seiten des Vereins sind wieder im Netz. Haben schon wieder ein neues Aussehen. Gab wohl wieder Zoff.

Die Videos sind fürwahr merkwürdig. Und von der Mutter gibt es ein Foto...

Anonym hat gesagt…

Verein wurde geschlossen:

http://newsonline.square7.ch/wp-content/uploads/2013/03/Schlie%C3%9Fung.pdf

EAFCH e.V.

was wurde bei jenen verursacht, die sich Unterstützung, Beistand, Hilfe erhofften ?

So schieden aus dem Vorstand:
Uwe Platzer, Tanja Platzer und andere mehr.

Bedauernswert das vielen Menschen, zusätzliches Leid erfahren mussten.