Mittwoch, 21. Dezember 2011

Mutter aus Münster (III)

25. November 2011
Hält Familie den auch für "etwas verwirrt?"

Heute schreibt Kommissar Internet eine offene mail an Günter Benning, der in Münster für die "Westfälischen Nachrichten" (WN) arbeitet:

Sehr geehrter Herr Benning,

"´Wir haben den Eindruck, dass es sich hier um ein wiederkehrendes und strukturelles Problem handelt, dem niemand wirklich zu Leibe rücken möchte. Man steckt lieber den Kopf in den Sand. Das finden wir unmöglich und schockierend´, sagt Philippe Boulland, Leiter einer Arbeitsgruppe im Petitionsausschuss, die sich mit dem Thema Jugendämter befasst, und Abgeordneter der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP)."

Steht auf den Internetseiten der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", denn gestern hat in Berlin ein Treffen mit Vertretern des Bundesjustizministeriums und des Bundesfamilienministeriums stattgefunden. Petitionsausschuss-Mitglieder des Europäischen Parlamentes brachten 120 Petitionen von Eltern aus Deutschland mit, die laut Philippe Boulland den Schluss nahelegen, dass deutsche Jugendämter gegen mehrere Konventionen verstoßen, in denen Menschen- und Kinderrechte festgeschrieben worden sind. Der deutsche Staat verweigere Eltern gerechte Prozesse.

In den "Westfälischen Nachrichten" haben Sie am 8. Januar 2011 über einen Fall aus Münster berichtet. Überschrift: "Kampf ums Kind im Internet". Mich haben Sie seinerzeit als "selbsternannten Kinderrechts-Anwalt" bezeichnet. Ihre Ausführungen ließen Sie ausklingen mit "In der eigenen Familie hält man den blogger für ´etwas verwirrt´."

Darauf reagierte ich mit einem Strafantrag gegen Sie wegen übler Nachrede. Sie erklärten laut Angaben der Staatsanwaltschaft von Münster: "Der Beschuldigte hat sich dahingehend eingelassen, er habe die von ihm getätigten Äußerungen gründlich recherchiert. Die persönlichen Bemerkungen über Sie hätten dazu gedient, dem Leser deutlich zu machen, inwieweit Sie als Person glaubwürdig bzw. unglaubwürdig sind."

Da waren diese "persönlichen Bemerkungen" auf den WN-Internetseiten schon nicht mehr vorhanden. Denn ich hatte herausgefunden, dass Sie mit keinem einzigen Mitglied meiner Familie gesprochen hatten.

Und nun taucht dieser Philippe Boulland in Berlin auf und macht deutschen Jugendämtern, also auch dem Jugendamt von Münster, ähnliche Vorwürfe wie ich. Gehen Sie jetzt davon aus, dass dieser Europapolitiker von seiner Familie - die Sie ebenso wenig kennen wie meine - ebenfalls für "etwas verwirrt" gehalten wird?

Ob sich unter den 120 Petitionen auch Petitionen von Eltern aus Münster befunden haben, entzieht sich noch meiner Kenntnis. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch groß, denn auch in dem Fall, den ich im Internet geschildert habe, hat es bis heute vor dem Familiengericht in Münster kein faires Verfahren gegeben. Ein Attest vom 24. September 2009, das ein Kinderarzt ausgestellt hat, wurde bis heute von der Richterin nicht zur Kenntnis genommen. Darin hieß es, dass der Säugling, der dieser Mutter am gleichen Tag im Gerichtssaal weggenommen worden ist, normal entwickelt sei. Das Jugendamt von Münster jedoch hatte mehrere Gefahrenquellen für das Kind ausgemacht.

Betreut wurde dieser Fall damals noch von einer Jugendamtsmitarbeiterin, die anschließend von der Bildfläche verschwand. Als ich diese Dame vor einem Jahr sprechen wollte, teilte mir eine andere Jugendamtsmitarbeiterin am Telefon mit: "Ich darf Ihnen über meine Kollegin nichts verraten." Sie wäre aber eine wichtige Zeugin in diesem Sorgerechts-Fall gewesen.

Mittlerweile hat sich eine zweite Mutter aus Münster bei mir gemeldet. Auch sie berichtet über Ereignisse, die zur Einschätzung des Petitionsausschusses im Europaparlament passen. Wie in Fall 1 spielt das Sankt-Mauritz-Kinderheim eine Rolle, die mich nachdenklich stimmt.

Die Vorwürfe, die das Jugendamt von Münster Mutter 2 macht, scheint man bei Mutter 1 abgeschrieben zu haben: verzerrte Wahrnehmung der Wirklichkeit, mangelndes Einfühlungsvermögen und ungenügende Kooperationsbereitschaft.

Stimmt Sie das auch nachdenklich?

Münster - das Bermuda-Dreieck für Kinder

Donnerstag, 24. November 2011

Mutter aus Münster (II)

24. November 2011
Die Kindeswohl-Gefährder

Was Eltern auch angestellt haben mögen, wenn der Staat eingreift, wenn also wir eingreifen, dann sollten Kinder nicht darunter leiden. Ist ein Satz, der im Jugendamt von Münster sicherlich nicht von jedem unterschrieben wird. Da werden Kinder getrennt, als habe man Angst davor, dass sich die Kleinen zusammentun und auf dem Idenbrockplatz oder in der Hafenstraße Demos veranstalten.

Inzwischen hat Kommissar Internet zudem den Eindruck, dass auch im Sankt-Mauritz-Kinderheim zu Münster nicht alle den einleitenden Satz unterschreiben würden. Ist eine Mutter anderer Meinung, wird ihr der Vorwurf einer verzerrten Wahrnehmung der Wirklichkeit gemacht. Das unterschreiben dann alle.  Um welche Mutter es sich dabei handelt, scheint nicht so wichtig zu sein. Der Vorwurf befindet sich in irgendeinem Schreibautomaten und wird ausgedruckt.

Münster ist auch anderswo. Beispielsweise in Lüneburg. Dort wird 1993 eine Einrichtung gegründet, die angeblich eine familienorientierte Drogentherapie macht. Der Leiter holt sich ein paar Leute ins Team, die sehr munter werden, wenn es um die Zerstörung von Familien geht. Die Frau dieses Herrn sitzt im Jugendamt, dieser Herr macht mit der Leiterin des Jugendamtes Vortragsreisen.

Anfang Juli 2011 wird der Leiter dieser Einrichtung fristlos entlassen. Drei Monate später tauchen im Internet Dokumente auf, die aus dieser Einrichtung stammen. Andere sind dem Dreckspatzen zugespielt worden. Bei dem Material handelt es sich um Erpresstes und um aus dem Zusammenhang Gerissenes.

Eine Analyse ergibt, dass in dem veröffentlichten Material Fehler auftauchen, die als Erster der ehemalige Leiter der Einrichtung gemacht hat. Er ist also dringend tatverdächtig. Gegen diesen Verdacht wehrt er sich bis heute nicht.

Ein Komplize sitzt in Burgdorf bei Hannover. Der Verdacht fällt auf einen ehemaligen CDU-Ratsherrn und Magazinmacher. Der wird von Betroffenen angeschrieben. Und hüllt sich bislang in Schweigen.

Sehr schweigsam sind auch die Kindeswohl-Gefährder in mehreren Jugendämtern, die den ehemaligen Leiter der Einrichtung unterstützt haben. Niemand zeigt Gesprächsbereitschaft mit Betroffenen, keiner kommt auf den Gedanken, dass man Fehler gestehen und abstellen muss.

Im Jugendamt von Lüneburg sitzen immer noch alle dort, wo sie immer gesessen haben. Wie in Münster, wo man nicht einmal den Wunsch äußern darf, dass ein Jugendamtsmitarbeiter, der mit bestimmten Eltern nicht zurecht kommt, ausgetauscht werden sollte, um festzustellen, ob  es dann besser läuft.

Die Kinder werden älter und werden irgendwann das Märchen von Jugendämtern, die gute Arbeit in ihrem Sinne leisten, nicht mehr glauben. In Münster und in Lüneburg je eher, desto besser!

Europa irritiert über Jugendämter

Offene mail an Günter Benning (Westfälische Nachrichten)